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05. Februar 2009, 12:06
Bange Stunden im Atlantik
Der Engländer Armel Cléac'h ist nur noch gut zwei Tage vom Ziel entfernt. Allerings verbrachte er eine grauenvolle Nacht auf dem stürmischen Atlantik. Zwischen den Azoren und dem Kap Finisterre türmten sich riesige Wellen auf und der Wind erreichte Pazifik-Geschwindigkeiten. Nun ist er wieder guten Mutes uns segelt in gutem Tempo Les Sables d'Oronne entgegen.
Vende Globe, 5.2.09 (mk) Voraussichtlich Freitagnacht oder Samstagmorgen wird Armel das Ziel erreichen. Er segelte auch in stürmischer See hervorragend. Allerdings brauchte es enorm Mut die direkte Route zu nehmen und so sich dem Meer und den Wellen auszusetzen.
Die schlimmste Nacht der Vendee Globe
"Ich verbrachte eine Nacht der schlimmsten Bedingungen, überhaupt die schlimmste Nacht auf der gesamten Regatta. Die ganze Nacht war ich ohne Schlaf und ununterbrochen im Einsatz. In der Schleuse des Cockpits kämpfte ich um's Überleben bei dieser wilden See. Ich erledigte für mich das absolute Minium im Trinken, Essen etc. Mein Boot schoss wie ein Surfbrett rauf und runter mit über 20 Knoten Geschwindigkeit. Die Windböen überstiegen die 60 Knoten und die Wellen waren neun Meter hoch. Die ganze Nacht zerissen Donner und fürchterliche Blitze das Schwarz am Himmel und die Dunkelheit der Nacht. Jetzt bin ich sichtbar Müde, kaputt und erhole mich nur langsam von diesem Stress."
Armel ist der Jüngste der Regatta. Er wird aber nochmals in einigen Stunden diesem Sturmwetter vor Europa ausgesetzt. Sein Tempo ist sage und schreibe zwischen 22 und 27 Knoten und dies bei sieben bis acht Meter hohem Wellengang. Wenn alles gut geht, sollte er die restlichen 750 Meilen in Rekordzeit schaffen. Bei diesem Tempo könnte er morgen Abend um zehn in Les Sables d'Oronne sein.
Spannung um den dritten Platz
Das Duell zwischen Marc Guillemot und Samantha Davies geht in die letzten Runden. Ihre grundverschieden Strategien sind besonders interessant. Um sich von den Anticyclonen der Azoren nicht gross beeinflussen zu lassen, nützt Marc Guillemot den hohen Druck im Westen aus. Im Gegensatz zu Davies hat Guillemot die direkte Strasse verlassen und segelt mit 15 Knoten um die nördliche Schnellstrasse. Samantha Davies wagt schlussendlich den gleichen direkten Weg wie Armel. Sie fährt in der Nähe der Nordströme hat aber nur 10 Knoten drauf. Ob jetzt der kürzere langsamere Weg oder der schnellere längere Weg den Podestplatz bringen wird sich bald zeigen. Beide werden aber genauso in die Stürme vor Europas Küsten involviert, wie schon Armel.
Brian Thompson mit einem Leck
Brian Thompson hat sein Leck im Hydraulik-Zylinder beim Kiel repariert, verlor aber dabei mehrere Stunden. Er musste das ganze innere Schiff vom verlorenen Öl reinigen. Gemeinsam ist alles. Praktisch parallel fährt er mit seiner nun schon seit Tagen treuen Begleiterin Dee Caffari. Das französisch-englische Duo ist teilweise in Sichtweite, hat aber im Moment kaum Winde und bewegt sich nur langsam vorwärts.
Übersetzung Marcel Krebs aus dem Französischen
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Armel in schneller Fahrt

Armel Cléac'h der muntere und jüngste Teilnehmer der Vendee Globe.


