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12. November 2011, 12:27
Frank Cammas ist nicht zu halten und segelt dennoch in die Windstille
Azzam Abu Dhabi gibt in Leg1 auf
Frank Cammas mit seinem Team auf der Groupam ist sprichwörtlich nicht zu halten. Der Aussenseiter hat mit seiner ungewöhnlichen Segelart alle Konkurrenten abgehängt. Mittlerweile beträgt sein Vorsprung bereits 241 Seemeilen auf die nächsten Konkurrenten.Below decks with Groupama Sailing Team during leg 1 of the Volvo Ocean Race 2011-12, from Alicante, Spain to Cape Town, South Africa. (Credit: Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race) .
Zürich, 11.11.11 Red. (mk) Gespannt darf man auf das weitere Verhalten der Groupama sein. Sie stehen nämlich jetzt vor Problemen, sie könnten jetzt bequem nach Westen segeln, verbunden aber mit einem grossen Umweg oder, sie haben die Nerven und Segel in Richtung des Schwarzen Loches zu segeln, wo es bekanntlich keine windstillen Bereiche gibt.
So oder so, das afrikanische Dreieck muss unter allen Umständen vermieden werden. Es ist das windstillste Gebiet in der Gegend am östlichen Ende der Inter Tropical Convergens Zone (ITCZ). Besser bekannt für alle als die berühmt berüchtigten Doldrums und, Groupama ist gerade unterwegs auf sie.
Die ITCZ haben ein Band von niedrigstem Druck, dort wo die nördlichen Passatwinde die südlichen treffen. Das typische Wetter hier besteht aus fürchterlichen Sturmböen und Gewittern. Einmal hier gefangen kann man sich Tage hier herumwälzen. Um das zu vermeiden, muss man möglichst die ITCZ an der westlichsten und engsten Stelle überqueren, bevor man in den Genuss des Südpassat kommt.
Um 1000 UTC heute Morgen hatte Groupam 4 einen Vorsprung von 242 NM, ist aber 573 NM im Osten der gesamten Flotte und 92 NM vor der Küste.
Telefónica (Iker Martinez / ESP) verlor 15 nm, PUMA Mar Mostro (Ken Read / USA) 14 nm und CAMPER (Chris Nicholson / AUS) 35 nm. Alle drei haben mit Entsetzen die Groupama 4 aus der Ferne beobachtet. Eine solche Überlegenheit zu sehen ist sehr schwer und es macht die Entscheidung noch schwerer, wohin der Weg führen soll.
Wenn es nur so einfach wäre, wie es aussieht, die Wahrheit sieht leider anders aus. Das Wetter ist ausserdem heute viel komplizierter als erwartet und der Rennverlauf dürfte noch 24-Stunden fortgesetzt werden.
Über Nacht kam die lang ersehnte Wende an Bord von Chris Nicholsons CAMPER. Die Freude war aber bedauerlicherweise nur von kurzer Dauer. Camper flog nämlich mit den Winden in ein riesengrosses Loch und die "Erlösung* ist in weiter Ferne gerückt. Sie müssen zurück, um wenigstens eine Bise zur Weiterfahrt zu erhalten und verlieren wieder viele NM.
Die Vorfreude auf 25 Knoten Winde darf aber für alle einen Freundenschrei entlockt haben. Haben sie die letzten Schwierigkeiten überwunden da setzt ihnen unwiderruflich das Glück zu. So sagt auch Chris Nicholson: "Wir freuen uns jetzt schon auf diese Autobahn zu gelangen, da wird uns auch nicht die Polizei stoppen!"
Für die Azzam Abu Dhabi verlief der Restart nicht gut. Abstimmungsschwierigkeiten mit dem neuen Masten, den Segeln etc. liessen die Jacht bei nicht gerade horrenden Geschwindigkeiten (7-9 Meilen) alt aussehen. So hat sich Ian Walker zusammen mit der Teamleitung entschlossen, Leg 1 aufzugeben und weiter bis Lissabon zu segeln, wo man auf ein Schnellcontainerschiff verladen will und so möglichst schnell nach Kapstadt fahren will.
Der Rennstand um 10.00 Uhr
| Leg 1 | ||||||||
| Report: 11/11/2011 10:02:53 UTC | ||||||||
| DTL | DTLC | BS | DTF | |||||
| 1 | GPMA | 0.00 | 0.0 | 14.2 | 5247.7 | |||
| 2 | TELE | 241.30 | 15.0 | 8.5 | 5489.0 | |||
| 3 | PUMA | 250.80 | 14.0 | 8.6 | 5498.5 | |||
| 4 | CMPR | 328.60 | 35.0 | 5.7 | 5576.3 | |||
| - | ADOR | Retired from Leg 1 | ||||||
| - | SNYA | Retired from Leg 1 |
Rangliste Stand 19.00
| Leg 1 | ||||||||
| Report: 11/11/2011 19:00:49 UTC | ||||||||
| DTL | DTLC | BS | DTF | |||||
| 1 | GPMA | 0.00 | 0.0 | 12.4 | 5155.0 | |||
| 2 | PUMA | 212.60 | 18.0 | 19.6 | 5367.6 | |||
| 3 | TELE | 215.20 | 2.0 | 14.3 | 5370.2 | |||
| 4 | CMPR | 279.10 | 28.0 | 23 | 5434.1 | |||
| - | ADOR | Retired from Leg 1 | ||||||
| - | SNYA | Retired from Leg 1 |
1900 Uhr
Camper hat sich vom Anfangsschock erholt und rollt im Moment die Flotte von hinten auf. Mit 23 Knoten sind die Boys um Chris Nicholson fast doppel so schnell wie die Führenden von der Groupama.
Nicholson hat sich heute Nachmittag entschieden im Gegensatz zu seinen Gegnern vor ihm, den Weg nach Westen zu nehmen. Puma hat wiederum Telefonica überholt.
Die Sternstunden der Camper
Die Camper hat heute Abend innert kürzester Zeit von 1600-1900 28 NM auf die Führenden gutgemacht.
Nicht ganz so cooles Honiglecken ist für die Truppe um Franck Cammas, die immer noch mit grossem Vorsprung in Führung sind. Sie schleichen der Küste entlang Richtung der Kapverdischen Inseln. Mit rund 12 Knoten Geschwindigkeit verlieren sie rasch an Meilen. Das fürchterliche an der ganzen Geschichte ist, dass nach den Kapverdischen Inseln eine riesige Zone mit Windstille ist.
Zum ersten Mal wenig Fortschritt
Zum ersten Mal in diesem 6500 NM Rennen nach Kapstadt sind wir in eine Rennphase getreten die wenig Fortschritte gebracht hat. Groupama 4 hat den höchsten 24-Stunden-Lauf mit 272 nm, PUMA Mar Mostro (268), Telefónica (246) und mit CAMPER (246).
Stand Samstag 10.00 Uhr LEG 1
1. GPMA Speed 9,3 NM 5001,4 von Kapstadt
2. PUMA 126,1 NM zurück Speed 22,5 NM 5127,5 von Kapstadt
3. TELEFONICA 152,0 zurück Speed 22,3NM 5153,4 von Kapstadt
4. CAMPER 173,6 zurück 21 NM 5175,1 von Kapstadt
5. ADOR LEG 1 AUSGESTIEGEN
6. SYNA LEG 1 AUSGESTIEGEN
Der grosse Hals im Süden
Nach sechs Tagen gegen den Wind segeln, den Fleet Races in der ersten Etappe des Volvo Ocean Race nach Cape Town konnten sich gestern die Jachten endlich in das Wetter-System einhängen, auf das sie sie gewartet haben.
In den späten Abendstunden wurden die Downwind Segel gesetzt und die drei Teams, die die westliche Option gewählt haben segeln jetzt mit hohen Geschwindigkeiten. Puma Mar Mostro war das erste Boot das in den südlichen Hals einbog und zwar genau heute Morgen um 0655. Telefonica folgt um 0825. Um 10.00 Uhr segelte CAMPER immer noch Richtung Westen.
"Das ist der Lohn für den Sieg gegen unseres Gehirns, die für fast eine Woche ängstlichem Warten", sagt Read, Skipper von PUMA Mar Mostro, die im Moment an zweiter Stelle liegen. CAMPER navigator Will Oxley stimmt dem zu und ist ebenso erfreut, wie die Flotte an Fahrt gewinnt.
Es ist nicht ganz die gleiche Geschichte für Franck Cammas / FRA und sein Team Racing Groupama 4, die hilflos zusehen müssen wie ihre tolle führende Position von den Verfolgern aufgefressen wird. Der Leichtwind den sie an der afrikanischen Küste vorfinden erreicht im Moment keine 10 Knoten. "Wir haben uns eigentlich da unten eine schönere Fahrt gewünscht."
Groupama hat begonnen nach Westen zu halten, um die windstille Zone südlich der Kapverdischen Inseln zu vermeiden, aber sie kommen nur langsam voran und die Verfolger holen schnell auf.
Groupama 4 hält noch die Führung, aber PUMA Mar Mostro, Telefónica und CAMPER machen große Gewinne. Um 0700 UTC heute Morgen setzte CAMPER alles auf eine Karte um die Führungsposition von Groupama 4 zu übernehmen. Sie haben innert einer Stunde 20 nautische Meilen zurückgelegt. PUMA Mar Mostro und Telefónica haben sich um 0835 in Sichtweite getroffen und zusammen je 8 Meilen zurückgelegt.
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Charles Caudrelier onboard Groupama Sailing Team during leg 1 of the Volvo Ocean Race 2011-12, from Alicante, Spain to Cape Town, South Africa. (Credit: Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race)

Pepe Ribes from Spain onboard Team Telefonica during leg 1 of the Volvo Ocean Race 2011-12, from Alicante, Spain to Cape Town, South Africa. (Credit: Diego Fructuoso/Team Telefonica/Volvo Ocean Race)

Tom Addis talking strategy with the guys on deck. PUMA Ocean Racing powered by BERG during leg 1 of the Volvo Ocean Race 2011-12, from Alicante, Spain to Cape Town, South Africa. (Credit: Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race)

Brad Marsh and Damien Foxall onboard Groupama Sailing Team during leg 1 of the Volvo Ocean Race 2011-12, from Alicante, Spain to Cape Town, South Africa. (Credit: Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race)

Charles Caudrelier grinding. Groupama Sailing Team during leg 1 of the Volvo Ocean Race 2011-12, from Alicante, Spain to Cape Town, South Africa. (Credit: Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race)

The crew check out sail damage onboard CAMPER with Emirates Team New Zealand during leg 1 of the Volvo Ocean Race 2011-12, from Alicante, Spain to Cape Town, South Africa. (Credit: Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race)

Crew encountering yet more frustrating light breeze onboard CAMPER with Emirates Team New Zealand during leg 1 of the Volvo Ocean Race 2011-12, from Alicante, Spain to Cape Town, South Africa. (Credit: Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race)

Navigator Will Oxley on the look out for breeze again onboard CAMPER with Emirates Team New Zealand during leg 1 of the Volvo Ocean Race 2011-12, from Alicante, Spain to Cape Town, South Africa. (Credit: Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race)


