Samstag, 26. Mai 2012, 15:44:16 Uhr


Google Plus

TWITTER

Facebook

Geschichten die das Leben schrieb

Alle Spiele AMF

schwiizerland

MARATHON

SAILING VIDEO

Marcel Krebs

Snowboard-Channel 2011-12

KLUBNACHRICHTEN

05. Februar 2011, 22:34

Zurück zur Realität - Zurück zum Leben!

Katerstimmung herrschte am Morgen nach der letzten Nacht. Es war nicht nur der trüben Augen Müdigkeit, es war das Resultat eines von 48-Stunden auf höchstem Niveau stattfindenden Rennens in sehr schwierigen Bedingungen und sehr verwirrenden, ja bösartigen Meeren, die einem keinen Augenblick der Freiheit gewährten. -Fotos© Ruvan Boshoff

Brüttisellen, 5.2.11 Red. (mk) Die Schwierigkeiten lagen auch darin, dass man nie genau wusste, welche Segel zu setzen waren, den der Wind änderte sich im Minutentakt. In so einer Nacht, weicht auch die Klugheit alles zu wissen und alles zu können von einem.

Die beiden Boote des Drittplatzierten der Groupe Bel und des Vierten, das der Estrella Damm mit Kito de Pavant und Pepe Ribes bestätigten gleichzeitig, dass sie für den Moment den gegenseitigen Kampf aufgeben und nur noch für die Selbsterhaltung ihres Schiffes und sich schauen könnten.

De Pavant, der zusammen mit dem sanften Riesen, Co-Skipper Seb Audigane unterwegs ist, meinte:" Wenn wir jetzt nicht nachlassen so enden wir im Wahnsinn. Fürchterlich hier draussen auf dem Meer." Es war aber nicht so sehr die Windstärke, sondern die Meere, die aufeinmal von allen Seiten sehr hohe Wellen brachten. Die Berg und Talfahrt und das ständige Wasser über dem Boot zerrten wahrlich an den Nerven und auch an den Kräften. Man konnte nicht einschätzen, wann die nächste mehrere Meter hohe Welle angerollt kam. Beide hätten kräftige Blutergüsse erlitten, weil sie hin und her geschleudert wurden - ähnlich dem einer Stoffpuppe, die man in die Ecke wirft.

Ribes, Co-Skipper von der Estrella Damm, sagte: "In den letzten 48 Stunden haben wir sie wieder aus den Augen verloren. Die Meere waren so verwirrt und wir wollten nicht, das unser Boot zerbrechen würde, so waren wir froh für ein paar Stunden, die wir nicht in den Kampf eingreifen mussten. Im Moment herrschen aber wieder gute Bedingungen und wir beschleunigen wieder und können sie allmählich distanzieren."

De Pavant grollte: "Es war normal, dass wir nicht allzu viel Schub gaben. Bei 90 Grad des Windes waren wir zu schnell- dann wieder zu langsam, es war nicht einfach. Und einige Male erfüllten uns die riesigen Wellen mit Schrecken - wir hatten nichteinmal Angst um das Boot - nein, wir hatten Angst um uns. Es war unglaublich laut auf dem Boot. Jetzt ist es ein bisschen ruhiger geworden. Wir haben jetzt wieder mehr Segel aufgezogen und sind mit 15-20 Knoten unterwegs. Der Vorteil ist, wir müssen nicht schruppern - die Decks sind in den letzten beiden Tagen gut gewaschen worden."

1800 Meilen dahinter, segelt die Hugo Boss auf dem zehnten Platz. Andy Meiklejohn und Wouter Verbraak lächeln sich zu. An diesem Morgen schätzen sie die Attraktivität der Seelandschaft in gesichtslosen, flachen Grautönen gemalt und sie werden heute auf fast wellenlosen Meeren segeln.

Die Bedingungen heute Morgen waren nicht so, wie man sie sonst vom Indischen Ozean kennt. Die Winde haben nachgelassen, die Wellen beginnen sich zu beruhigen. Der niederländische Co-Skipper erinnert sich lebhaft, dass nur Stunden zuvor nur die einfachsten Grundprinzipien ausgeführt wurden. "Es waren körperlich die härtesten Stunden in diesem Rennen. Bei diesem fürchterlichen Wellengang kommt noch dazu, dass man das Boot selber steuern muss. Es war eine grosse Herausforderung. Dazu war es stockdunkel - das Gefühl etwas so, wie wenn man in einer grossen Achterbahn im Dunkeln bergauf und bergab fährt. Im Sekundentakt ging es vier Meter Rauf und wieder vier Meter runter. Nach einer Stunde bist Du jeweils völlig fertig am Steuer und du kannst dich nur noch hinlegen und schlafen - wenigstens für eine Stunde.

Gestern Nachmittag gingen Juan Merediz und Fran Palacio in Kapstadt an Land um dringende Arbeiten an ihrem Boot auszuführen.


Punktestand um 14.00 TU Freitag 4. Februar

1 VIRBAC-Paprec 3 bei 15 547,6 von Finish

2 MAPFRE bei 419,1 Meilen zu Leader
3 Estrella Damm Sailing Team bei 549,7 Meilen
4 GROUPE BEL bei 586,8 Meilen
5 RENAULT Z.E bei 805,9 Meilen
6 MIRABAUD bei 1464,9 Meilen
7 NEUTROGENA bei 1469,9 Meilen
8 GAES CENTROS AUDITIVOS bei 2065,7 Meilen
9 HUGO BOSS in 2311 Meilen
10 Foren MARITIM CATALA bei 2704,2 Meilen
11 Wir sind WASSER bei 2716,3 Meilen
12 Zentrale Lechera Asturiana bei 2896,7 Meilen

FTE FONCIA
FTE-PRÄSIDENT

Leserkommentare (0) »