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11. Januar 2011, 14:29
Muskulöse Passatwinde
Mast gebrochen bei der Président! Auch Foncis meldet heute Schäden!
Konstante Passatwinde sorgen für momentane hohe Geschwindigkeiten. Die Führenden denken sowieso an nichts anderes um Meilen an Vorsprung zu gewinnen. Doch die spannende Schlittenfahrt führt unweigerlich in den nächsten Tagen in die vollständige Flaute. - Doch alle freuen sich eigentlich auf die kommende Pause, es war in den letzten Tagen viel Arbeit zu verrichten und man musste gute Nerven haben.
Brüttisellen, 10.1.11 Red. (mk) Im Moment sind bei den kräftigen Winden Geschwindigkeiten von 20 Knoten und mehr zu erreichen. Letzte Nacht haben die Teams nicht geschlafen um die Winde vollständig auszunützen.
Das Tempo ist unerbitterlich, die Belastung konstant gross. Der Druck hat auf die Besatzungen enorm zugenommen. Das führende Boot der Virbac-Paprex 3, macht zur Zeit über 400 Meilen am Tag und hat eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 17 Knoten. So berichte Loick Peyron, dass er ständig 7 Stunden am Steuer gestanden habe, während Co-Skipper Jean-Pierre Dick anderweitig beschäftigt war. Auf der heutigen Radio-Konferenz unterstrich Peyron, wei nass es im Moment auf See ist. Während der Konferenz musste Peyron sogar schnell unterbrechen eine grosse Welle war im Anmarsch und überspülte gleich seinen Kartentisch.
Das Führungsduo hat heute seine Position auf mehr als 53 Meilen ausgebaut. Foncia mit Michel Desjoyeaux und Francois Gabart verliessen San Vincente mehr als 50 Meilen zu westlich und die Vulkaninsel sogar mit mehr als 100 Meilen westlich des aktiven Kurses.
Iker Martinez und Xabi Fernandez haben mit ihren ausgezeichneten Tempo ihren fünften Platz super verdeidigt uns schielen bereits zum Podest. Das Mapfre Duo machte 13 Meilen auf ihren spanischen Konkurrenten Estrella Damm wett, doch Pepe Ribes und Alex an fünfter Stelle haben immer noch rund 73 Meilen Vorsprung.
Probleme wird es bald für das hintere Drittel der Flotte geben. Die Passatwinde werden nämlich voraussichtlich morgen abgebaut und dies bedeutet wieder in einem langsameren Tempo vorwärts zu kommen.
Zitate
Andy Meiklejohn (NZL), Hugo Boss:
"Wir sind endlich gut dabei. Wir haben einige gute Winde und haben den Spinnaker am richtigen Ort aufgezogen. Der Tag war anstrengend durch die Kanaren. Wir waren mehr als beschäftigt. Viel Wind hatte es trotzdem nicht, doch an den Landzungen gibt es trotzdem eine grosse Beschleunigung. Wir waren zeitweise bis zu 30 Knoten schnell. Renault segelt mehr westlich mit bedeutend besseren Bedingungen. Wir können aber nicht nachziehen. Wir haben auf Autopiloten geschaltet und ruhen uns ein bisschen aus.
Bruno Garcia (ESP), Präsident:
"Wir sind sehr hart gefahren. Unter diesen tollen Bedingungen sind wir mit 25-30 Knoten durch das Wellental gezischt. Wir haben ein komplettes Hauptsegel und den großen Genhaker aufgezogen, dass ist wie ein Spinnaker-Set. Die Geschwindigkeit ist nie unter 20 Knoten gefallen. Der Auto-Pilot kann aber nicht wirklich mit diesen Bedingungen umgehen, er würde die Richtung verlieren und um das Ruder zu halten, muss man im vollen Ölzeug hinten stehen.
Wir haben nicht mehr viele frische Lebensmittel, das Obst haben wir alles gegessen. Wir sind ein bisschen müde nach diesen anstrengenden zwei Tagen. Auch wenn die Passatwinde eine willkommende Autobahn für die Rennfahrer sind, so sind sie ziemlich anstrengend.
Alex Thomson hat seinen Hugo Boss Beitritt vertagt!
Der wieder genesene Alex Thomson wird nicht wie vorausgesehen auf das Boot zurückkehren. Der vor drei Tagen
am 7. Januar von seiner Frau geborene Sohn hat ein diagnostiziertes Herzleiden genannt Aortenisthmusstenose. Im Moment werden weiteres Tests durchgeführt. Beide Elternteile werden mit ihrem Kleinen im Southampton General Hospital bleiben. Ein weiteres Update wird im laufe der Woche gemacht. Der Organisator Fundacio Navegacio Oceanica Barcelong mit ihrem CEO Andor Serra, sagt der Familie jegliche Unterstützung zu.
Update Dienstag.02.00 Uhr
Heute Montag Nacht ist bei der Président von Jean Le Cam und Co-Skipper Bruno Garcia genau um 1925 UTC der Mast gebrochen. Verursacher war eine starke extrem hohe Welle. Der Vorfall ereignete sich bei 18°03'NR/26° 14' W bei einer Geschwindigkeit zwischen 16-20 Knoten.
Der technische Leiter der Président und die Rennleitung sind im ständigen Kontakt mit dem Boot und haben bestätigt, dass es der Besatzung gut geht. Sie haben den Motor eingeschaltet um die 83 Meilen, die sie von San Antao, der nördlichsten Insel der Kapverdischen Gruppe entfernt sind per Motorus zurückzulegen. Tuck,tuck......
Die Wetterbedingungen sind derzeit so, nordöstlicher Wind weht bei 19 Knoten.
Update 11.1.11 11:39
Auch Foncia meldet einen Schaden
Am Sonntag Abend bekam der technische Leiter der Foncia Jean Paul Roux einen Anruf von Skipper Michel Desjoyeaux. Die Crashbox sei mit Schäden eingedeckt worden. Die Crashbox ist neu und dazu da den Rumpf des Bootes gegen fremde Eingriffe zu schützen. Sie waren offensichtlich Opfer eines Schlages eines schwimmenden Objekts geworden. Die Crashboxen sind neu. Der Rumpf habe keinen Schaden genommen.
Es besteht keine unmittelbare Gefahr für die Besatzung. Geplant wird nun, am brasilianischen Ostküstenkopf das Ding auszuwechseln, dazu hat das Team bereits mit dem Bau eines Ersatzes begonnen. Die Ankunft in Recife ist auf Freitag den 14. Januar prognostiziert. Die Foncia ist noch 1100 Meilen davon entfernt, die Geschwindigkeit beträgt im Moment 16,3 Knoten. Eine solche technische Haltestelle gilt auf den ersten zwei Dritteln als Legal, erst von Australien an, werden die Boote dann mit einem 48 Stunden Stopp bestraft.
Ranking 11.1.11 11.01 (
Pdf, 94 kB)
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