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08. Januar 2011, 01:49
Déja Bleu? Die Leader bei den Kanarischen!
Der Kurs ist sehr lang und wer weiss, was noch alles passiert. Das Rennen rund um die Welt hat aber einen souveränen Leader. Jean-Pierre Dick ist mit seiner Paprec-Virbac genau gleich gut, wie vor zwei Jahren bei seiner ersten Teilnahme, wo er gewonnen hat.
Brüttisellen, 8.1.11 Red. (mk) Wenn er einen Blick zurückwirft, mag er sich vielleicht erinnern, dass er in der Austragung 2007-08 in der zweiten Woche auch geführt hat und fast mit dem gleichen Abstand auf die Zweiten. Rund 15 Meilen hat er noch gegen die stark aufkommende Konkurrenz der Foncia Vorsprung. Der aktuelle Vendée Globe Champion, Michel Desjoyeaux, mit Francoise Gabart an Bord hat sich der Virbac-Pabrec auf unter 15 Meilen genähert. Sie hat nocht gut 12 Meilen Rückstand.
Bei der diesjährigen Austragung dürfen die Boote die Route um die Kanaren frei wählen. Im ersten Rennen vor zwei Jahren, hatte Paprec-Virbac mit dem Vorgängerboot 7 Tage 19 Stunden und eine Minute bis zum Tor der Kanaren, dass zwischen Gran Canaria und Fuerteventura gesetzt wurde.
Die heutige Zeit ist umso verblüffender, sieht man in Betracht, wie das Wetter im Mittelmeer mitspielte. Die Führenden passierten diese Stelle genau um 16.00 Uhr in einer Zeit von 7 Tagen 3 Stunden knapp 45 Meilen nördlich der letztjährigen Stelle, mit einer Geschwindigkeit von 8 Knoten.
Heute Abend wollen die beiden sich ausruhen obwohl die Verfolger immer näher kommen. Die launischen Segelbedingungen bei diesen Inseln sind aber dazu wie geeignet.
Das Duell zwischen den drittplatzierten Mirabaud und dem vierten Estrella Damm, mit dem Duo Alex Barcelona Pella und Pepe Ribes, ist in vollem gange. Die Estrella Burschen haben einen mehr westlichen Kurs eingeschlagen, wobei es absolut, eine heikle Strecke ist, zwischen einem leichten Wind Zon zur Linken, und dem sich ausbreitenden Hoch- druckbereich im Westen, aber scheinbar ist es ihr Wunsch, auch westlich ein Signal zu bekommen.
Dominique Wavre und Michèle Paret haben einen Vorsprung von etwa 10 Meilen auf ihre Verfolger und liegen etwa 70 Meilen hinter den Führenden. Das Paar war im letzten Rennen an diesem Punkt mehr als doppelt so weit hinter Dick und Damian Foxall (IRL)zurück, genau auf Platz sieben.
Inzwischen ist die Gruppe unmittelbar hinter Madeira mit dem Problem der durch die West und Südostwinde geschaffene launischen Wetterfront beschäftigt. Dee Caffari (GBR) hat heute ihre späte Entscheidung bitter bereut. Auf der GAES Centros Auditivos wollte man den normalen Kurs aus westlicher Passage nach Osten ändern, das Boot hat dabei einige Meilen auf ihre Rivalen verloren. Den grossen Wurf haben allerdings Jean Le Cam (FRA) und Bruno Garcia (ESP) gemacht sie nahmen einen sehr engen Kurs westlich der Insel und kämpften sich bis ins Spitzenfeld nach vorne.
Zu Hause in England erholt sich Alex Thomson von seiner Blinddarm Operation. Er ist im Moment ans Land gebunden und könnte als Entschädigung, der Geburt seines ersten Kindes beiwohnen. Kate Denham's, seine Partnerin und er haben den Namen bereits, wenn es ein Junge wird soll er Oscar heissen!
Zitate:
Jean-Pierre Dick (FRA), Virbac-Paprec 3: "Unser Fazit der ersten Woche ist sehr positiv. Wir befinden uns in Front. Was wollen wir mehr verlangen? Wenn wir ein wenig mehr gewünscht hätten, dann wäre es ein wenig Wind in letzter Nacht, als wir in der Nähe von Madeira festgeklebt sind.
An Bord der Atmosphäre ist konstruktiv und wir freuen uns auf unsere Jobs in den nächsten Tagen. Die nächsten 36 Stunden werden wieder mit leichten Winden erschwert. Danach werden wir in die Passatwinde kommen.
François Gabart (FRA), Foncia: "Seit dem Start sind die Bedingungen nicht einfacher geworden, den ganzen Bootsbetrieb und die vielen Manöver, viele Fragen - vor allem strategische Fragen, gaben Rätsel auf - speziell gestern der Umgang mit der Front. Ich bin glücklich, weil ich weiss, dass wir sehr gut gesegelt sind, auch wenn wir nicht in Führung sind. Aber wir tun alles, um aufzuholen.
Dee Caffari (GBR) GAES Centros Auditivos: "Wir sind mit unserer Position nicht zufrieden. Letzte Nacht haben wir spät eine taktische Entscheidung getroffen, ursprünglich wollten wir mehr westlich segeln - den gleichen Weg nehmen wie die Virbac-Paprec und Foncia. Leider erkannten wir zuspät, dass wir nicht genug nach Westen und dann nach Süden drehten - dem Kopf zu auf der Insel. Diese Entscheidung hat uns zu nahe an die Insel gebracht in eine windstille Zone. Die Veränderung der Bedingungen über Nacht haben dazu geführt, dass es uns gelungen ist, zu schlafen und zu essen, damit wir eine Million mal besser werden. Wir fühlen uns bereit für den Kampf der nächsten Wochen. Wir sind zuversichtlich, dass wir es wieder gut machen, die Meilen die wir verloren haben. Die kommenden leichteren Bedingungen auf See werden es uns ermöglichen, dass wir uns um die Jungs vor uns kümmern können.
Ranking 20.01 - 7.1.11 (
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