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05. Januar 2011, 17:36

Das Mittelmeer ist ein teuflisches Meer!

Um 1600 UCT sind die beiden Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron in den Atlantik eingebogen. Zuvor hatten sie wie viele andere hinter ihnen, vor der Meerenge von Gibraltar gewartet. Einen vollen Tag Frustration. Endlich hat es vor knapp einer Stunde hingehauen. Der Vorsprung des Duos auf der Virbac-Paprec auf die Zweitplatzierten der Foncia ist aber schon recht gross und beträgt genau 56,5 Meilen.

Brüttisellen, 4.1.11 Red. (mk) "Wir haben noch 25 Meilen bis zur Ausfahrt in den Atlantik zu fahren. Wir haben drei Knoten Wind und kommen nicht voran. Der Strömung hat bis zu fünf Knoten. Es kann noch Stunden dauern bis wir dorthin gelangen. Oder Tage. ", Sagte Anna Corbella (ESP) an diesem Nachmittag von der GAES Centros Auditivos.

"Es ist die schlimmste Nacht in unserem Leben gewesen." Boris Herrmann (GER) berichtete heute Morgen von der Neutrogena: "Wenn kein Wind geht, dann können wir ewig hier sein. Und das ist beängstigend. "

Virbac Paprec 3 hat von ihrem schnellen Ausstieg profitiert, in Richtung Südenwest mit der doppelten Geschwindigkeit gegenüber des zweitplatzierten Bootes der Foncia, hat die Virbac Paprec 3 ihren Vorsprung heute Nachnmittag auf 56 Meilen ausgebaut.

Michel Desjoyeaux (FRA) und François Gabart (FRA) stecken auf der Foncia auf einer sehr westlichen Strecke ebenfalls fest und sie haben noch einen Vorsprung von 20,5 Meilen auf ihre Verfolger, die drittplatzierten Dominique Wavre (SUI) und Michèle Paret (FRA) auf Mirabaud, die nach ihrem Vorfall, wo sie in marokkanische Gewässer eingedrungen sind und den marokkanischen Beamten Rede und Antwort stehen mussten überstanden haben. Wavre stellt seinen jüngsten Erfolg auf den Standpunkt des Glücks, zudem die richtige Segel Auswahl getroffen zu haben und zum richtigen Zeitpunkt mit gutem Bauchgefühl einfach drauflos gesegelt zu haben.

Wer den Weg der spanischen Küste entlang wählte, der hat nun eindeutig den Falschen gewählt. Groupe Bel und President mit Jean le Cam haben bis jetzt 143 bzw. 144 Meilen Rückstand.

Neutrogena im Aufwind

Heute in der Frühe waren sie noch im Bereich der Führenden, heute Abend stehen sie abgeschlagen im leeren Wind vor Gibraltar - die Crews der Group Bel und der President mit Kito de Pavant. Da hatten die beiden auf der Neutrogena Boris Hermann und Ryan Breymaier noch Glück, sie entkamen dem Mittelmeer heute Nachmittag um 1630 Uhr.

Der operierte Skipper der Hugo Boss ist jetzt zurück nach Hause in Grossbritanien gekehrt und macht da ein 10 Tägiges Fitnessprogramm um wieder ins Renngeschehen eingreifen zu können. Nach Ablauf dieser Frist wollen Thomson und das Hugo Boss-Team einen vereinbarten Zeitplan mit der Rennleitung für den Skipper des Bootes ausgehandelt werden um den Austausch vorzunehmen.

Worte
Loick Peyron (FRA) Virbac-Paprec 3: "Es war ein Kampf für alle - wirklich. Und wir brauchten wirklich alle unsere Reserven, viele versuchte und misslungene Operationen und schlussendlich das Glück aus den Stapeln zu ziehen. Wir verschoben nämlich stänig unser Gepäck, unsere Koffern und unsere Taschen - es ist fast wie Umzug. Diese Strategie, die wir gemacht haben, hat uns schlussendlich recht gegeben. "Es ist gut, wieder im Atlantik zu sein. Es ist das Wasser, das unter dem Kiel die Kraft wiedergibt. Und das Wetter ist leichter zu verfolgen und zu prognost-izieren. "

"In den Mittelmeerländern wie es scheint, ist alles das Gegenteil von dem, was man erwartet. Die Zukunft ist ein wenig kompliziert, aber doch relativ einfach über einige schwierige Punkte zu kommen, aber wir werden sehen was ja noch alles passiert. "

"Wir müssen im Moment ein wenig nach Westen wegen der aufkommenden Depression segeln. Für diejenigen, die uns jagen, haben nun auch gesehen, dass man sich nicht zu viel auf seine Geräte verlassen darf. Ich jedenfalls glaube nicht an das Routing."

"Ich bin müde. Wir sind aber noch nicht im ozeanischen Tempo. Wir haben an unseren Reserven gezerrt und nun ist es Zeit, uns auszuruhen. Das war genau die Strategie vor dem Start. Wir werden jetzt wieder Zeit unsere Batterien aufzuladen. Alles ist gut. Ich gehe wieder Stapelen. Aber eigentlich habe ich es satt zu stapeln. "

Boris Herrmann (GER) Neutrogena: "Es ist der schlimmste Tag in unserem Leben gewesen! Wir haben diese Herausforderung in der Meerenge von Gibraltar mit der starken eingehenden Strömung versucht, gegen diese Strömung hatten wir aber nicht genug Wind zum segeln, so konnten wir einige Meter seitwärts machen, aber es ist praktisch unmöglich, gegen den Strom zu schwimmen. In der Tat innerhalb von 24 Stunden haben wir uns nicht einen Meter westlich verlegt. Wir haben es an der Nordküste versucht und versuchten es an der Südküste. Es ist ein wenig besser gerade jetzt können wir Anna Corbella und Dee Caffari sehen und sie haben das gleiche Problem. Zumindest ist es das gleiche für uns alle.

Gestern haben wir es verpasst Getting Away und With Mirabaud zu folgen um etwa eine halbe Stunde sind sie uns abgehauen. Sie nahmen eine etwas andere Route. Mirabaud überholte uns in der Straße und nahm eine komplizierte Route. Er kam durch, wir waren wir stillgelegt. Es ist frustrierend und enttäuschend. Es ist hart. Wir machen noch die ungeraden Witze im Moment, wenn aber kein Wind kommt, müssen wir für immer hier bleiben und das ist beängstigend. "

Kito de Pavant (FRA) Groupe Bel: "In der Tat können wir nicht alles tun, nur jetzt, wir sind gefallen und zwar ans hintere Ende der Rangliste. Es ist nicht sehr angenehm. Aber es gibt nicht viel was wir unternehmen können. Wir können nur gemeinsam leiden und das ist, was wir für die letzten zwei Tage mit Seb getan haben. Die Bedingungen tun sich nicht weiterentwickeln oder wirklich ändern. Bei der Geschwindigkeit werden wir in 36 Stunden nach Gibraltar kommen ... Letzte Nacht war ich mehr philosophisch. Es war eine schöne Nacht mit Sternschnuppen und der Himmel war schön rund. Es wäre kein schlechtes Wetter gewesen für eine touristische Kreuzfahrt. Aber für den Rennsport ist es nicht gut. Was doppelt ärgerlich ist, dass das Boot sehr gut ist, und es läuft gut. Zu Beginn des Rennens konnten wir uns gegen die anderen ja auch durchsetzen und gut vergleichen, und wir waren gut."

"Gibraltar war der erste Bahnübergang und wir hatten ganz einfach zu sitzen und zu warten:

Dominique Wavre (SUI), Mirabaud: "Trotz unserer Pannen sind wir gut drauf. Diese beiden Dinge sind unabhängig von einander. In der Nacht holten wir mit unseren Segeln einige Brisen, und es half uns genau zum richtigen Zeitpunkt, die richtigen Segel aufgezogen zu haben. Das Glück hat uns geholfen zu entkommen dieser gespenstischen Ruhe. Der Einfahrt in Gibraltar war recht einfach, doch war die Ausfahrt beängstigend. Und jetzt scheint es besser zu werden auf dem offenen Ozean. Das Mittelmeer macht komplizierte Dinge. Es gab viele Aktionen und Manöver die uns müde gemacht haben. Wir melden uns wieder in einem regelmäßigen Rhythmus. Jetzt relaxen wir erstmals und laden unsere Batterien auf. Im Moment gibt es eine große Sonne und wenig Wind. Die Wolken sind fast unbeweglich.

Das Wetter ist recht interessant. Es gibt eine Reihe von Fronten, die nacheinander kommen. Um die Kanaren ist die Strategie ziemlich komplex. Unser Missgeschick von gestern ist vergessen. Wir wollen nicht über die marokkanischen Beamten nachdenken.

Anna Corbella (ESP), GAES Centros Auditivos: "Es ist ziemlich deprimierend und enttäuschend. Es gibt keinen Wind. Wir haben drei Knoten Wind und kommen kaum voran. Wir haben 25 Meilen bis Gibraltar aber wer weiß wie lange das dauert. Es könnte Stunden dauern, es könnte Tage dauern. Für eine Weile machten wir Meilen vorwärts und dann gings einfach nicht anders als wieder zurück. Es ist ein bisschen deprimierend - du machst mit aller Kraft 10-20 Meilen und mühst dich dann wieder ab und verlierst sie schliesslich wieder."

Bruno Garcia (ESP): Präsident: "Es gibt bereits Boote, die an Gibraltar vorbei sind. Wir möchten, dass wier einigen Wind von dort bekommen. Für den Moment stehen wir ganz einfach still! Wir sind für den Ostwind, der uns wieder in Gang bringen sollte und warten. Es gibt keine Besorgnis über unsere Moral an Bord - auch jetzt. Wir haben gute Sachen zu essen und es ist schön an einigen hübschen Landschaften vorbei zu fahren. Und...der Kurs ist zum Glück ....lang!

Punktestand um 14.00 UCT 4.1.11

1 Jean Pierre Dick - Loick Peyron VIRBAC-Paprec 3 23961,5 Meilen bis zum Ende

2 Michel Desjoyeaux - Francois Gabart FONCIA 56,5 Meilen
3 Dominique Wavre - Michele Paret MIRABAUD 77 Meilen
4 Alex Pella - Pepe Ribes Estrella Damm Sailing Team 89,7 Meilen,
5 Boris Herrmann - Ryan Breymaier NEUTROGENA 113,9 Meilen.
6 Dee Caffari - Anna Corbella GAES CENTROS AUDITIVOS 115,5 Meilen


7 Iker Martinez - Xabi Fernandez MAPFRE 142 Meilen.
8 Jean le Cam - Bruno Garcia PRÄSIDENT 143,9 Meilen
9 Kito de Pavant - Sebastien Audigane GROUPE BEL 144,2 Meilen
10 Jaume Mumbru - Cali Sanmarti WIR SIND WATER 181 Meilen
11 Gerard Marin - Ludovic Aglaor FORUM MARITIM CATALA 183,5 Meilen
12 Pachi Rivero - Antonio Piris RENAULT ZE 187,8 Meilen
13 Juan Merediz - Fran Palacio Central Lechera Asturiana + 188,8 Meilen


14 Wouter Verbraak - Andy Meiklejohn HUGO BOSS 225,9 Meilen

ps. 21.10- Die Führenden Jean Pierre Dick - Loick Peyron VIRBAC-Paprec 3 vergrössern rasch ihren Vorsprung.

Stand 15.01 - 5.1.11

1. Virbac-Paprec 3 23 794 - 0
Dick & Peyron
2. Foncia 23 850 56 56
Desjoyeaux & Gabart
3. Mirabaud 23 903 109 53
Wavre & Paret

Tag 5 Stand 15.01 (Pdf, 100 kB)
 

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