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Marcel Krebs

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02. Januar 2011, 22:48

Schwierige Wettervorhersage

Dass die Wettervorhersagen in den Wintermonaten im Mittelmeergebiet besonders schwierig sind, wissen alle, doch die lokalen Auswirkungen zeigten sich diesmal als sehr problematisch. Mehrere Skipper meldeten heute, dass das Wetter dass sie eigentlich gemäss ihren Computern erwartet hätten, komplett anders gewesen sei. Alle sind sich einig, dass es für alle ein schweres Unterfangen wird dem Mittelmeer zu entkommen um in die sicheren Wettergewässer des Atlantiks zu kommen.

Brüttisellen, 2.1.11 Red. (mk) Nach dem passieren der Offshore Cabo de Gata, am Nachmittag nahmen die Boote eine südlichere Schräge, im Osten des Alboransee Kreuz, um hinunter in Richtung der afrikanischen Küste zu segeln, wo bessere Winde zu erwarten sind. Angeführt von Jean-Pierre Dick (FRA) und Loick Peyron (FRA) auf Virbac-Paprec 3, mit weniger als einer Meile Vorsprung vor Michel Desjoyeaux und François Gabart auf Foncia, ist die Spitzengruppe dabei, die problematische Übergangszone zu überqueren. Doch es herrscht komplette Windstille und somit gibt es nur eine Abkehr auf eine andere Route wo leichter Wind herrscht. 10 Boote liegen im Bereich der Spitze.

Aber da dieser Bereich mit dem sehr leichtem Wind nur von kurzer Dauer sein wird, droht diese kleine Zone den folgenden Booten in den hinteren Regionen die Tür zuzuschlagen. Es bleibt den anderen Booten nur die Möglichkeit, den mühsamen Weg der Küste entlang einzuschlagen und damit erneut viele Meilen auf die Spitze zu verlieren.

Virbac-Paprec 3 ist diese Woche bereits der vierte Leader dieses Barcelona World Race, aber mit anderen Booten am Nachmittag bereits in zweistelliger Bootsgeschwindigkeit, ausserdem befinden sie sich schon in warmen Temperaturen und sie haben ein wenig Sonnenschein. Doch am späteren Nachmittag verschlechterte sich die Geschwindigkeit schon wieder auf 5 Knoten und die Spitzenboote erwarten in der kommenden Nacht noch schlechtere Winde und das bedingt noch langsamer zu fahren. Insgesamt ist die durchschnittliche VMG Geschwindigkeit für die letzten 24 Stunden sehr niedrig und liegt im Geschwindigkeitsbereich eines Fußgängers mit 6,5 Knoten.

Die nächsten 24 Stunden werden für den ersten Etappensieg entscheidend sein. Es heisst wieder - wenig schlafen und aufpassen auf aufkommende Winde. Jede Chance ist zu nutzen.

So haben auch Boote wie die Estrella mit dem Duo Alex Pella aus Spanien und Pepe Ribes ebenfalls aus Spanien die ruhigen Seetage als Schlaftage benützt um im entscheidenden Moment fit zu sein. Mit kurzen Ablösezeiten haben sie ausserdem die physische Energie niedrig gehalten.

Die Vergangenheit bestätigte es Olympiasieger Xabi Fernandez heutek einmal mehr, dass ihre Arbeit bewertet wird mit dem Umgang mit Licht und Orkanen. Gesegelt wird vornehmlich mit Vorwindsegeln. Mit ihrem schweren älteren Boot müssen sie auch kleinste Vorteile ausnützen um mit den schnellen Booten neuerer Generation Schritt halten zu können.

Inzwischen hat sich Alex Thomson, der britische Kapitän, der kurz vor dem Start wegen eines Akuten Problems operiert werden musste, schrittweise erholt und er wird alles daran setzen um sich bald auf der Hugo Boss wieder ans Steuer setzen zu können.

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Ranking 20.00 Uhr (Pdf, 100 kB)
 

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