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01. Januar 2011, 18:31
Das Wetter - die Zeit und die lachende Kuh
Das Wetter zeigte sich gestern um 1300 beim Start zur Barcelona World Race nicht von der besten Seite. Doch eine die immer gut drauf ist und gute Miene zum bösen Spiel macht, ist die lachende Kuh auf der Yacht von der Group Bel, die sogleich die Führung übernahm und beim ersten Wendepunkt im Flussdelta des Bessos Flusses mit gut einer Minute führte. Eine leichte Brise schickte dann wenig später die Boote auf die lange Reise um die Welt.
Brüttisellen 1.1.11 Red. (mk) Michel Desjoyeaux der grosse Meister und sein Lehrling François Gabart kamen mit der nahen Küste am besten zurecht. Sie verschwanden dann in der trüben Milchsuppe ausserhalb Barcelonas und gingen als erste auf die 530 Meilen weite Reise nach Gibraltar.
Die Zeit wird zeigen, wie lange die Groupe Bel die starke Flotte anführen kann. Eine kleine Belohnung für die grosse Aufregung vor dem Rennen, nachdem noch zwei Tage vor dem Start der gesamte Kopf der Yacht ausgewechselt werden musste, weil die Mechanik nicht richtig funktionierte. Kapitän De Pavant hat wohl in seiner grossen und langen Segelkarriere noch nie so etwas erlebt, erst sieben Wochen vor dem Start, wurde er von IMOCA für das Rennen um die Welt an Land geholt.
Die beiden jungen Frauen in der GAES, Dee Caffari aus England und Anna Corbella aus Spanien versprechen einiges. Dee Caffari als mittlerweile erfahrene Frau hat in ihren jungen Jahren schon viel erlebt.
Zwei drei kurze flüchtige Blicke warf die Sonne auf die Flotte, die von rund 450 Booten aus dem Hafen begleitet wurden. Der Strand bei der offiziellen Startlinie vor dem berühmten Hottel W bis hin zur Wendemarke am Besos war von Tausenden von Zuschauern belegt.
Die Wetteraussichten versprechen schon auf der ersten Etappe hinunter nach Gibraltar ein Spektakel. Die Skipper werden an einigen Stellen grosse Geduld haben müssen - Winde sind auf vielen Teilen der Strecke nicht auszumachen. Es wird sich also bereits auf der ersten Etappe zeigen, wer segeln kann.
Auf der ersten offiziellen Rangliste um 16.00 UCT führen De Pavant und Audgane (Groupe Bel) 0,7 Meilen vor Jean Le Cam und Bruno Garcia auf dem Präsidenten. Dritte waren Virbac-Paprec 3 von Jean - Pierre Dick und Loick Peyron.
Zitate:
Kito De Pavant (FRA) Groupe Bel: "Es war nicht viel Wind, aber es hat aufgehört zu regnen. Wir haben einen guten Start, was die perfekte Wahl für die Segel spricht, das Boot lief gut und wir begannen einen guten Kampf gegen Michel Desjoyeaux. Es ist toll so. Ich hoffe nur, dass der Wind nicht zu viel abfällt. Es ist ein großartiger Start von Groupe Bel gewesen. Ich hoffe, wir werden Euch allen eine tolle Geschichte rund um die Welt präsentieren können. Jetzt müssen wir ein bisschen schieben, es gibt viel zu tun. "
Michel Desjoyeaux (FRA), Foncia: "Sie waren nett zu uns, sie haben uns einen typischen bretonische Nieselregen geschickt! Es wird während dem gesamten ersten Teil natürlich leicht, zumindest so weit wie Gibraltar und vielleicht sogar bis auf die Kanarischen Inseln. Francois beobachtet das Wetter genau. Es ist ziemlich wechselhaft. Wir müssen reaktiv sein, wir sind aber gut vorbereitet. "
Francois Gabart (FRA), Foncia: "Der Wind wird nicht einfach weg sein, es wird ein wenig Wind im Laufe des Tages geben. Aber es wird ziemlich unberechenbar, instabil und schwierig im Mittelmeer vorwärts zu kommen "
Dee Caffari (GBR), GAES Centros Auditivos: "Ich bin wirklich aufgeregt, ich will segeln! Es fühlt sich an wie es eine lange Zeit gedauert hätte, bis wir endlich starten konnten, aber die Vorbereitung war diesmal einfach sehr, sehr intensiver. Es ist aber auch möglich, dass uns Weihnachten aus dem Rythmus geworfen hat. Es ist heute typisch britische Wetter, da kann ich mich wohl fühlen, aber hoffentlich werden wir segeln können."
1.1.11
Neuester Stand: Mittlerweile hat Michel Desjoyeaux (FRA) auf der Foncia die Führung übernommen. Stand 1230 - 1.1.11
Im untenstehenden PDF sehen sie die gesamte Tabelle.
Es war eine lange Nacht - der wohl langsamsten Nacht vergangener Regatten. Es war keine Zeit zum schlafen, den jede noch so kleine Brise musste ausgenützt werden. Und es erstaunt eigentlich nicht, sondern ist für einmal mehr eine Bestätigung, dass der grosse Segler Michel Desjoyeaux aus Frankreich, bereits wieder unmögliches aus den Ärmeln zaubert.
Spaniens Doppel-Olympiasieger Iker Martinez und Xabi Fernandez Mapfre setzen ihre Sprünge in der Rangliste fort, sie liegen ca. 20 Meilen zu Le Cam und Garcia's Linken, die am nächsten an der Festlandsküste sind.
Ein stetiger 3-5 Knoten starker Wind hat die Boote wieder beschleunigt. Wie Geisterbilder tauchen von den Booten die Küstenabschnitte auf.
Dee Caffari (GBR) hat Anna Corbella (ESP) die Chance gegeben, ihre taktischen Geschicke unter Beweis zu stellen und es hat sich gelohnt. Sie liegen momentan auf dem sechsten Platz.
Zum Video Happy New Year
Zwischenstand - Rangliste (
Pdf, 100 kB)
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François Gabart (FRA Foncia

Dee Caffari y Anna Corbella skippers GAES Centros Auditivos


