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28. April 2009, 21:48
Seit 3 Tagen sind sie wieder unterwegs!
Die vierte Etappe von Ilhabella in Brasilien nach Charleston in Süd Californien
Sie sind wieder unterwegs. Die Segler der Global Ocean Race. Auf der vierten Etappen von Ilhabella in Brasilien nach Charleston in Süd Californien. Die Einer und die Zweier Yachten haben eine 4800 Meilen lange Reise vor sich. Bereits ist der dritte Tag angebrochen. Die letzten 24 Stunden war mit dem Wind nicht viel los. "Wir konnten gerade noch den Spinnhaker setzen um allen Wind der übrig blieb einzufangen und so mit wenigstens 5 Meilen in der Stunde vorwärts zu kommen. Mitten in der Nacht standen wir allerdings still." Dieses Verhältnisse beschreibt der Deutsche Skipper Boris Herrmann auf der Beluga , dass an zweiter Stelle der Zweierregatta liegt.
Brüttisellen, 28.4.09 (mk) Jeremy Salvesen auf der Mowgli sagt auch, dass sie gestern Nacht unter einer Knote segelten. Wir hoffen jeden Tag auf eine Meeresbrise und segeln ziemlich nah an der Küste entlang. Aber eben, es gibt sie nicht. Und doch geschieht unglaubliches. Die Chilenen auf Desafio Cabo de Hornos, waren so nah an der Küste und bekamen auf einmal Wind und wir sahen wie sie davon segelten und am Horizont verschwinden. Wir allerdings Beluga und Roaring stand praktisch still. Das müssen Zauberer sein. Wir wissen nicht wie die das machen.
Innerhalb von zehn Stunden nach dem Start, haben die Chilenen Felipe Cubillos und José Muñoz 8/9 Meilen Vorsprung gegenüber der deutschen Mannschaft auf Beluga Racer und über 19 Meilen vor dem britischen Boot des Duos Jeremy Salvesen und David Thomson auf der Mowgli.
Des Rätsels Lösung sagte Cubillos über Funk. Am Tag vor dem Start am Sonntagmorgen, gingen wir das Schiff ausprobieren und testeten alle Instrumente an Bord, wir segelten in Richtung der Nordspitze der Insel und hatten einen ** Venturi-Effekt auf der Leeseite Ilhabella. Dieser Wind hatte ein Paket von einer beschleunigten Brise aus dem Westen, d.h. völlig anders als die Offshore-Winde. Obwohl die Desafio Cabo de Hornos vorübergehend stillstand, hat sich das Warten für die Chilenen ausgezahlt. Nach ein paar Stunden kam der Wind und das Loch und trug sie mit fast 10 Meilen vorwärts - zum verdutzten Erstaunen der Konkurrenz.
**Venturi - Effekt
Der Italiener Giovanni Battista Venturi entdeckte, dass sich die Fließgeschwindigkeit eines durch ein Rohr strömenden inkompressiblen Fluids zu einem sich verändernden Rohrquerschnitt umgekehrt proportional verhält. Das heißt, die Geschwindigkeit des Fluids ist dort am größten, wo der Querschnitt des Rohres am engsten ist.
Nach dem Kontinuitätsgesetz für inkompressible Fluide tritt dieselbe Fluidmenge aus jedem beliebigen Rohrabschnitt aus, die in ihn eingeführt worden ist. Die Flüssigkeit muss die Engstelle also mit dem gleichen Durchfluss (Menge/Zeit) passieren, wie den Rest des Rohres. Deshalb muss sich die Geschwindigkeit des Fluids (Gas oder Flüssigkeit) zwingend erhöhen.
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